Pressemitteilung: 1. Platz beim landesweiten Schülerwettbewerb Martin-Gauger-Preis

von Sebastian Ramm

Pressemitteilung: 1. Platz beim landesweiten Schülerwettbewerb Martin-Gauger-Preis

PRESSEMITTEILUNG

Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Glasfachschule in Rheinbach engagieren sich gegen Ter-ror und Gewalt im Rahmen eines landesweiten Schülerwettbewerbs des Bundes der Richter und Staatsanwälte und belegen 1. Platz

Der Bund der Richter und Staatsanwälte in Nordrhein-Westfalen verleiht alle zwei Jahre den Martin-Gauger-Preis im Rahmen eines Schülerwettbewerbs. Alle Schüler im Land NRW waren aufgerufen sich im Rahmen des 7. Martin-Gauger-Preises mit dem Thema „Terror, Gewalt und Recht“ zu befas-sen. Das Thema stellt bedauerlicherweise einen aktuellen Bezug zur Lebenswelt vieler Schülerinnen und Schüler dar. Terror ist aufgrund der vielen schrecklichen Bilder in den Nachrichten Teil ihres All-tags geworden, auch wenn sie Terror bislang glücklicherweise noch nicht unmittelbar erlebt haben. Gewalt hingegen beginnt bereits auf dem Schulhof.

Art und Darstellung der Beiträge waren weitgehend freigestellt. Dementsprechend sind die Wettbe-werbsbeiträge nach Inhalt und Form äußerst vielfältig. Aus den unterschiedlichen Einsendungen wählte die Jury fünf Preisträger aus.

Die Klassen AG115 und AG216 der Staatlichen Glasfachschule Rheinbach haben sich als angehende Ge-staltungstechnische Assistentinnen und Assistenten mit dem Schwerpunkt Grafik und Objektdesign auf ganz eigene kreative Art und Weise mit dem Thema „Terror, Gewalt und Recht“ auseinandergesetzt. Ganz nach dem Motto „Design macht Politik!“ entwickelte die Klasse AG115 politische Plakate, die auf die Dimensionen und Missstände des Themas aufmerksam machen sollen und somit ganz klar zeigen, dass Design nicht nur dazu da ist, Dinge schön zu machen, sondern auch politisch aktiv werden und andere zum Mitmachen be-wegen kann.

Die Klasse AG216 präsentierte das Thema auf crossmediale Weise in den Disziplinen Film und Print. Die den Film begleitende Broschüre schaut mit einem kritisch-aufgeklärten Blick auf die Dimensionen des The-mas „Terror, Recht und Gewalt“. Dabei war wichtig, möglichst multiperspektivisch alle relevanten Themenbe-reiche und Teilgebiete abzudecken. So finden sich inhaltliche Beispiele aus den Bereichen Gewalt im Alltag, Digitaler Terror, Politische Gewalt, Religiös motivierter Terrorismus, Gesellschaftliche Konsequenzen und Lösungsansätze. Illustrativ, fotografisch oder als Collage ergänzen kreative Bildideen die Texte, die mal ganz sachlich Fakten benennen, aus der fiktiven Ich-Perspektive erzählen oder lyrisch dichten.

Der Kurzfilm mit dem Titel „Celina – geh doch einfach weiter“ arbeitet ähnlich multiperspektivisch und erzählt die Geschehnisse an einem Montagmorgen aus vier unterschiedlichen Perspektiven. Involviert sind vier Per-sonen, die Gewalt im Alltag exemplarisch an den Beispielen von Sexismus und körperlicher Gewalt erleben. Zusätzlich wird mit der Frage nach Zivilcourage gespielt. Der Film soll zum Nachdenken anregen und das eigene Handeln hinterfragen.

Die Projekte zum Martin-Gauger-Preis entstanden unter Leitung der Studienrätin Stephanie Mörs jeweils für das Fach Präsentationstechnik im Unterricht.

Der 1. Platz ging mit einem Preisgeld von 300 Euro an die Klasse AG216 der Gestaltungstechni-schen Assistenten des Staatlichen Berufskollegs Rheinbach: „Der Filmbeitrag «Celina – geh doch einfach weiter» und das begleitende Heft enthalten eine besonders überzeugende Auseinanderset-zung mit dem Wettbewerbsthema. Der Film erzählt eine Situation aus der Perspektive von vier ver-schiedenen Menschen unterschiedlicher Gesellschaftsschichten. Das Booklet befasst sich mit zahl-reichen Aspekten von Terror, Gewalt und Recht. Der multimediale Ansatz und das hohe fachliche und gestalterische Niveau heben den Wettbewerbsbeitrag besonders heraus. Bei ihrer Bewertung hat die Jury berücksichtigt, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lebensälter sind als viele ande-re Wettbewerbsteilnehmer und eine fachspezifische Ausbildung absolvieren. Auch bei Anwendung dieses hohen Maßstabes sind die Beiträge aber ausgesprochen gelungen. Der im Film enthaltene Aufruf zu Zivilcourage wird dem Leben des Namensgebers des Preises in besonderer Weise ge-recht. Martin Gauger hat für seine Courage mit dem Leben bezahlt.“, belobigte die Jury die Arbeiten der zweijährigen Oberstufe des Staatlichen Berufskollegs Rheinbach. Die Preisverleihung fand zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 07. Dezember 2017 im historischen Plenarsaal des Oberlandesgericht in Köln statt.

 

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