Auszubildende der Glasfachschule Rheinbach im EU-Parlament in Brüssel

von Sebastian Ramm

„Wenn ich Euch Schülergruppen erlebe, dann kann ich wirklich nicht von fehlendem politischem Interesse von jungen Leuten sprechen“: Markus Schnorrenberg, wissenschaftlicher Mitarbeiter des EU-Abgeordneten Arndt Kohn (SPD), brach gleich zu Beginn ihres Besuchs im EU-Parlament in Brüssel am 26. Februar 2019 eine Lanze für die fast fünfzig Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Glasfachschule Rheinbach. Und die Auszubilden aus den Bereichen Glas und Medien / Design bestätigten sein Bild: Viele europäische Themen brannten ihnen unter den Nägeln, sei es der Brexit, der Umweltschutz oder seien es im Zusammenhang mit der Urheberrechtsreform die umstrittenen Uploadfilter, die den Schülerinnen und Schülern der Glasfachschule ein ganz besonderes Anliegen sind. „Ich kann Euch versichern, dass Herr Kohn gegen Uploadfilter war, ist und weiter sein wird“, machte Schnorrenberg die Position des Abgeordneten deutlich.

„Was kann man tun, damit sich vor allem junge Leute für ein gemeinsames Europa begeistern können?“, fragten einige Schülerinnen und Schüler Ihren zweiten Gesprächspartner, Dr. Pavel Černoch vom Besuchsdienst des Parlaments. Seine Antwort: „Ich glaube, man muss Europa erleben“. Vielleicht ist es genau dieser Punkt, der die Schülerinnen und Schüler der Glasfachschule so europäisch denken lässt: Die Schule ist als Europaschule ausgezeichnet, mehr als dreißig Prozent der Schülerinnen und Schüler gehen während ihrer Ausbildung für eine Zeit ins europäische Ausland, unter anderem nach Tschechien, Frankreich, Spanien, Polen und England. Sie arbeiten dort in Betrieben, lernen an anderen Glasfachschulen oder machen Sprachkurse. Unter diesen Umständen war die Eintagesfahrt ins EU-Parlament nach Brüssel nur eine Schnupperfahrt – aber eine, die die jungen Menschen die Witterung Europas aufnehmen ließ.

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